Rückblick auf unsere Konzerte 2019

Samstag, 4. Mai 2019, 20 Uhr
Sonntag, 5. Mai 2019, 17 Uhr
Französische Kirche, Bern

Seligkeit und Trost

Johannes Brahms (1833-1897)

Ein deutsches Requiem

für Soli, Chor und Orchester

SOPHIE KLUSSMANN Sopran Biographie
MILAN SILJANOV Bass Biographie

CANTATE CHOR BOLLIGEN Details
VOKALENSEMBLE BELCANTO BERN Details

ORCHESTER LE BUISSON PROSPÉRANT Details
DANIEL KAGERER Konzertmeister Biographie

JÖRG ULRICH BUSCH Leitung Biographie

Veranstaltungsort

Das Deutsche Requiem von Johannes Brahms ist eines der bedeutendsten Chorwerke der deutschen Romantik. Es entstand in einer Zeit der allgemeinen religiösen Skepsis, von der auch Brahms nicht frei blieb. Insofern ist das Requiem keine Totenmesse im Sinne der lateinischen kirchenmusikalischen Tradition.
Brahms ging es nicht um ein Komponieren entlang der katholischen Liturgie; er wollte sich keiner kirchlichen Dogmatik unterwerfen, sondern nahm sich die Freiheit, die ihm entsprechenden Texte aus dem Alten und Neuen Testament selbst auszuwählen und in deutscher Sprache zu halten. Anstelle der traditionellen Bilder von der Erlösung durch Christus am Tag des Jüngsten Gerichts setzte er den zentralen Gedanken von Trauer, Trost und Hoffnung und betonte damit eine Hinwendung zum Diesseits. Es gilt, der Toten zu gedenken und die Lebenden zu trösten. „Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“ – der erste Satz nach Worten aus der Bergpredigt ist gleichsam das Motto, das über dem ganzen Werk steht.
Nicht zuletzt hat dieser Blick des Komponisten über konfessionelle Grenzen hinweg auf das menschlich Wesentliche bewirkt, dass das Deutsche Requiem seinen Weg in die Herzen der Menschen gefunden hat.